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TuS Celle 92 geht mit neu formiertem Team selbstbewusst in die Saison

von Celler Presse

Drei neue Spieler, ein neuer Trainer und eine Mannschaft, die vor allem durch ihre Ausgeglichenheit überzeugen soll: Die Tischtennisspieler des TuS Celle 92 haben sich am Wochenende bei einem zweitägigen Vorbereitungswochenende in der Sporthalle Carstensstraße intensiv auf die neue Saison in der 3. Bundesliga vorbereitet. Neben den Einheiten an der Platte stand dabei vor allem das Zusammenwachsen der neu formierten Mannschaft im Mittelpunkt.

Bei den Verantwortlichen herrscht nach einer nicht ganz einfachen Kaderplanung große Zufriedenheit. „Im Nachhinein bin ich sehr, sehr zufrieden“, sagt Jens Rothert-Schnell. Der Weg zur neuen Mannschaft sei allerdings durchaus anspruchsvoll gewesen. „Es war schon ein zäher Prozess dieses Jahr“, berichtet er. Drei neue Spieler bedeuteten zahlreiche Gespräche – darunter auch solche, die am Ende nicht zu einer Verpflichtung führten.

Mit dem Ergebnis ist Rothert-Schnell umso zufriedener. „Wir haben vier Spieler, die auf ähnlichem Leistungsniveau sind“, sagt er. Genau diese Ausgeglichenheit könnte zu einer der großen Stärken der Celler werden. Vor allem vor heimischem Publikum erwartet Rothert-Schnell dadurch enge und spannende Begegnungen bis zum Schluss.

 

Kleinert sieht vier nahezu gleich starke Spieler

Auch auf der Trainerposition beginnt beim TuS ein neues Kapitel. Thorsten Kleinert kennt Celle allerdings bereits aus zahlreichen Begegnungen als Gegner. Viele der Spieler und Verantwortlichen sind ihm ebenfalls seit Jahren bekannt, sodass die Eingewöhnungszeit vergleichsweise kurz ausfiel.

Dass er gleichzeitig einen neuen Verein und eine neu zusammengestellte Mannschaft übernimmt, sieht Kleinert nicht als zwei getrennte Aufgaben. „Es ist keine doppelte Herausforderung, sondern eine einzige große Herausforderung.“

Die Qualität seiner Mannschaft macht er vor allem an ihrer Breite fest. „Von Position eins bis vier sind wir nahezu gleich stark“, sagt Kleinert. Es gebe nicht den einen Spieler, der deutlich über den anderen stehe. Vielmehr soll die mannschaftliche Geschlossenheit für die nötigen Punkte sorgen.

Bei der Frage nach dem Saisonziel hält sich der Trainer zunächst zurück. Entscheidend werde sein, wie die Mannschaft in die ersten Begegnungen komme. Erst danach lasse sich seriös einschätzen, in welche Richtung es gehen könne.

An Selbstbewusstsein soll es dennoch nicht fehlen. Kleinert sieht in seinem Team eine gute Mischung aus jüngeren Spielern und erfahrenen Akteuren, die in schwierigen Situationen für Stabilität sorgen können.

 

Senkbeil freut sich über Rückkehr nach Celle

Für Vincent Senkbeil bedeutet die neue Saison eine Rückkehr zum TuS. Er kennt den Verein bereits aus einer früheren Station und freut sich nun auf seine zweite Zeit in Celle.

Ein Argument für die Rückkehr war auch die Nähe zu seiner Heimat. Gleichzeitig kennt Senkbeil seine neuen Mannschaftskollegen bereits aus zahlreichen Begegnungen. Beim gemeinsamen Vorbereitungswochenende ging es deshalb weniger um ein erstes Kennenlernen als darum, als Mannschaft zusammenzufinden.

Neben dem Training halfen dabei auch gemeinsame Aktivitäten und Gespräche abseits der Platte. Sein erster Eindruck von der neuen Formation fällt entsprechend positiv aus.

Sportlich setzt Senkbeil auf eine starke Rückhand und ein offensives Spiel. Besonders wichtig ist ihm in dieser Saison jedoch die mentale Entwicklung. In engen Situationen möchte er mutiger bleiben und selbst die Initiative ergreifen.

„Wenn ich versuche, aktiv zu spielen, dann spiele ich gut“, sagt Senkbeil. In der vergangenen Saison sei er in entscheidenden Situationen teilweise zu passiv geworden. Darauf zu warten, dass der Gegner den Fehler mache, reiche auf diesem Niveau nicht.

Eine bestimmte persönliche Bilanz möchte er sich deshalb nicht vornehmen. Entscheidend sei vielmehr, möglichst häufig sein bestes Tischtennis abzurufen.

 

Aydin setzt auf die neue Gemeinschaft

Deniz Aydin kennt die Abläufe beim TuS bereits und erlebt nun, wie sich um ihn herum eine neue Mannschaft formiert. Sein erster Eindruck ist eindeutig positiv.

„Die Zusammenstellung passt sehr gut“, sagt Aydin. Die Spieler kennen sich bereits aus früheren Begegnungen. Dennoch seien gemeinsame Vorbereitungstage besonders wichtig, um auch abseits des Sports als Mannschaft zusammenzufinden.

„Wir haben vorher alle nicht zusammen in einer Mannschaft gespielt“, erklärt Aydin. Gemeinsames Training, Essen und Gespräche seien deshalb wertvoll. „Wir verstehen uns echt alle sehr gut.“

Auch er bestätigt die Einschätzung seiner Mannschaftskollegen und des Trainers, dass Celle auf allen Positionen sehr ausgeglichen besetzt ist.

Eine Prognose für die Saison fällt Aydin schwer. Auch die Konkurrenz sei insgesamt ausgeglichen. Einen Platz im Mittelfeld hält er für möglich – sieht für den TuS aber durchaus Luft nach oben.

Persönlich möchte Aydin vor allem fit bleiben und möglichst alle Spiele bestreiten. Zu seinen Stärken zählt er sein Topspinspiel und seinen Kampfgeist.

 

Spreckelsen möchte mit Celle oben mitspielen

Frederik Spreckelsen stand dem TuS in der Vergangenheit noch als Gegner gegenüber. Einen Wechsel zu einem klassischen Rivalen sieht er darin allerdings nicht. Die Kontakte nach Celle bestanden bereits seit längerer Zeit, sodass der Schritt für ihn nahelag.

Auch Trainer Kleinert ist für Spreckelsen kein Unbekannter. An ihm schätzt er insbesondere das große Engagement und die Emotionalität. Kleinert bringe „viel Feuer mit“ und könne seine Spieler gut pushen.

Seine eigenen Stärken sieht Spreckelsen insbesondere beim Aufschlag. Damit möchte er von Beginn eines Ballwechsels an die Initiative übernehmen. Außerdem bezeichnet er das Doppel als eine seiner Stärken.

Bei den Saisonzielen gehört er zu den ambitionierteren Stimmen im Team. „Für Celle würde ich gerne oben mitspielen“, sagt Spreckelsen. Persönlich wünscht er sich vor allem eine Saison, in der der Blick nicht ständig in Richtung Tabellenende gehen muss.

 

Lebaka soll an Position eins vorangehen

Eine besondere Rolle übernimmt Nishant Lebaka. Der US-Amerikaner ist auf Position eins vorgesehen und soll dort wichtige Punkte für Celle sammeln.

Rothert-Schnell setzt dabei auch auf dessen großen Trainingsaufwand. Lebaka trainiert unter professionellen Bedingungen und investiert viel Zeit in seine sportliche Entwicklung. Die Verantwortlichen hoffen deshalb, dass er in Celle den nächsten Schritt machen kann.

Lebaka selbst freut sich auf die Aufgabe. Der Kontakt zum TuS bestand bereits vor seinem Wechsel. Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen sei Celle für ihn eine gute sportliche Lösung gewesen.

Seine Rolle an Position eins nimmt er selbstbewusst an. Er möchte das Vertrauen des Vereins mit möglichst vielen Punkten zurückzahlen. Seine Stärken sieht er vor allem in seinem variablen Aufschlag und seiner Vorhand.

Verbessern möchte sich Lebaka insbesondere im mentalen Bereich. Er will mit einem klaren Plan in seine Begegnungen gehen und auch in schwierigen Situationen selbstbewusst bleiben.

Die Liga erwartet er stark und ausgeglichen. Eine konkrete Platzierung möchte auch Lebaka vor dem Saisonstart nicht vorhersagen. Zunächst müsse sich in den ersten Begegnungen zeigen, wo die Mannschaft tatsächlich steht. Wenn alle Spieler ihr bestes Niveau erreichten, traue er dem TuS jedoch einiges zu.

 

„Deutlich stärker als die letztjährige Mannschaft“

Auch Rothert-Schnell will vor dem ersten Ballwechsel keine überzogenen Erwartungen formulieren. Eine Richtung gibt er dennoch vor: „Ich würde mir wünschen, dass wir klar in der oberen Tabellenhälfte landen.“

Dafür sieht er gute Voraussetzungen. Die neue Mannschaft sei „deutlich stärker als die letztjährige Mannschaft“. Aufgrund der ausgeglichenen Besetzung hält Rothert-Schnell es auch gegen die Spitzenteams für möglich, die Begegnungen lange offen zu gestalten.

Am Ende könnten wenige Bälle darüber entscheiden, ob Celle gewinnt, verliert oder sich mit einem Unentschieden trennt. Genau darin liegt für ihn auch der Reiz der kommenden Spielzeit: Die Zuschauer dürfen sich auf enge Begegnungen und eine Mannschaft freuen, die auf allen Positionen punkten kann.

Das Vorbereitungswochenende hat dabei bereits einen ersten Eindruck vermittelt. Die neue Celler Mannschaft muss sich noch finden, doch Trainer, Spieler und Verantwortliche eint schon jetzt eine Einschätzung: Die Ausgeglichenheit soll zum großen Trumpf des TuS Celle 92 werden.

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