CZ: TuS Celle präsentiert neuen Spitzenspieler
In kürzester Zeit zum Top-Niveau: Tischtennis-Drittligist verpflichtet US-Talent Nishant Lebaka
- 19.05.2026
von Lisa Brautmeier
TuS Celle 92 hat für die kommende Spielzeit in der 3. Tischtennis-Bundesliga eine neue Nummer Eins verpflichtet. Mit Nishant Lebaka kommt ein junger, talentierter US-Amerikaner, der in kürzester Zeit ein sehr hohes Niveau erreicht hat. In der abgelaufenen Saison wurde er mit TTC GW Bad Hamm Vierter der 3. Liga. Zuvor war er beim TSV Schwarzenbek aktiv. Von dort kennt er bereits die weiteren Neuzugänge, Spieler Frederik Spreckelsen und Trainer Thorsten Kleinert.
Lebaka wuchs in einem kleinen Ort in New Jersey auf, fing zunächst mit Tennis an, ehe er im Alter von 15 Jahren zum Tischtennis wechselte. „Nach der Highschool wollte ich nach Deutschland, um ein Weltklassespieler zu werden. In den USA fehlen die Strukturen dafür“, sagt der 20‑Jährige. Seit eineinhalb Jahren lebt er in Düsseldorf und konzentriert sich dort komplett auf den Sport. Er trainiert dort unter professionellen Bedingungen im Trainingscenter. „Es ist untypisch, dass ein Spieler in so kurzer Zeit dieses Niveau erreicht“, sagt TuS-Teammanager Jens Rothert-Schnell. Lebaka liegt aktuell auf Platz 313 der ITTF‑Weltrangliste. In den USA rangiert er unter den besten acht Spielern. Der Sprung ins Nationalteam ist sein Ziel.
In Celle sieht er gute Möglichkeiten, Tischtennis auf hohem Niveau zu spielen. Da Bad Hamm sich aus der 3. Liga zurückgezogen hat, musste er sich einen neuen Verein suchen. Da passte es gut, dass er Celles neuen Trainer Thorsten Kleinert bereits aus der Saison 2024/25 kannte. Damals suchte der TSV Schwarzenbek zur Rückrunde Verstärkung. Kleinert war schnell von Lebakas Stärken überzeugt. Seine Stärken seien der Aufschlag und sein ungewohnter Spielstil, der durch den Belag seines Schlägers zustande komme. Er spielt nämlich mit Noppen auf der Vorhandseite, was eher ungewöhnlich ist. Dadurch könne er Topspin-Bälle der Gegner besser zurückschießen. „Ich weiß nur von einem Profispieler, der das auch so handhabt: Mattias Karlsson vom SV Werder Bremen. Für die Gegner wird das ungewohnt und damit eine Herausforderung sein“, sagt Rothert-Schnell.
Lebaka ist für das obere Paarkreuz gesetzt. Wie sich die weiteren Spieler auf den Positionen einsortieren, ist noch offen. „Jetzt haben wir vier gleich starke Spieler, sodass jeder Gegner es schwer haben wird, gegen uns zu gewinnen“, ist Trainer Kleinert überzeugt. Das sieht auch das Teammanagement so. „Wir werden eines der stärksten unteren Paarkreuze haben. Das ist wichtig, da die Liga noch schwerer wird“, sagt Uwe Lehmann. Die starke Besetzung erleichtere es zudem, auf Ausfälle zu reagieren, die es zuletzt in der Rückrunde häufiger gab. „Wir sind in der komfortablen Situation, dass die Abhängigkeit vom oberen Paarkreuz nicht mehr da ist“, sagt Rothert-Schnell.
Trainer und Teammanagement versprechen den Fans spannende Spiele. Wo am Ende die Reise hingeht, sei jedoch kaum vorherzusagen. Einige Teams wie Oldenburg, Lampertheim und Frankfurt haben den Anspruch, aufzusteigen. In die obere Tabellenhälfte möchte TuS auf jeden Fall auch. „Wir wollen so lange wie möglich im Konzert oben mitspielen, aber man ist auch vom Spielplan abhängig“, sagt Kleinert. Das Team hofft, schnellstmöglich viele Punkte zu sammeln, um auch dem 16‑jährigen Matthis Kassens weiterhin Einsatzmöglichkeiten geben zu können. Zu den ersten vier Spielern gehören neben Lebaka zunächst Deniz Aydin und die Neuzugänge Frederik Spreckelsen und Vincent Senkbeil. Zudem bleibt Nils Hohmeier, der als Doppelspezialist wichtig werden könnte. Von der Breite des Kaders her geht TuS damit auf jeden Fall besser besetzt in die neue Spielzeit.



















