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CZ: "Wollen es professioneller angehen"

Neuer Trainer hat konkrete Pläne:Thorsten Kleinert bei Tischtennis-Drittligist TuS Celle 92 bereits in Kaderplanung eingebunden

Foto: Uwe Lehmann

von Heiko Hartung

Die rste Stippvisite bei seinem künftigen Team gabe es schon: Bei der jüngsten Heimpartie gegen Velbert wurde Thorsten Kleinert als neuere Trainer des Tischtennis-Drittligisten TuS Celle 92 vorgestellt. "Ich trete den Posten aber offiziell erst nach er Saison an", erklärt Kleinert im Gespräch mit der CZ. Denn noch steht der 61-jährige in Diensten des Ligakonkurrenten TSV Schwarzenbek. Den Verein aus dem Sachsenwald bei Hamburg betreut Kleinert bereits seit sieben Jahren, coacht das Männerteal und und trainiert darüber hinaus die Drittliga-Frauen des Klubs. Beide Verein verbindet ein freundschaftliches Verhältnis. Doch weil sich Schlusslicht Schwarzenbek aus dem leistungsorientierten Tischtennis zurückzieht, suchte auch Kleinert ein neues Betätigungsfeld - der Kontakt mit den Celler lebte auf und man wurde sich einig. "Das ist ein echter Glücksfall für uns. Ich kenne kaum jemanden, der fachlich so gut ist und über ein ähnlich großes Netzwerk verfügt wie Thorsten", freut sich Celles Teammmanager Jens Rothert-Schnell über den neuen Trainer. Kleinert bestätigt: "In den vergangenen 40 Jahren sind meine Kontakte in der Szene enorm angewachsen. Wenn uns ein neuer Spieler angeboten wird, kenn ich ihn in der Regel."

In den vergangenen zwei Spielzeiten hatten sich die TuS-92 Asse bei Punktspielen gegenseitig gecoacht. Da habe dieses enge Bindeglied zwischen Mannschaft und Team Management manchmal ein wenig gefehlt, heißt es aus dem Umfeld. Das soll nun anders werden: "Die Aufstellung und die spieltaktische Begleitung liegen künftig einzig und allein in meiner HandW", betont Kleinert. Der gebürtige Hannoveraner, der füher selbst in der Oberliga für verschiedene Klubs in der Regin Hannover und Nordrhein-Westfalen an der Platte stand, wird vor Ligapartien auch das Abschlusstraining in Celle leiten. "Wir wollen es professioneller als bisher angehen", so Kleinert. Dass er seit einigen Jahren in Langenhagen bei Hannover wohnt, sei ein Vorteil: "Ich habe kurze Wege nach Celle."

Auch wenn Kleinert seinen Job in Schwarzenbek seriös zu Ende führen will, spricht er bei der Kaderplanung seines neuen Teams bereits ein Wörtchen mit. Bei der Vertragsverlängerung von Deniz Aydin für die kommenden zwei Jahre war er zwar nicht beteiligt, aber beim Spielertransfer von Frederik Spreckelsen (29), der ebenfalls von Schwarzenbek nach Celle geht, war Kleinert involviert.

Ich begleite Freddy schon lange, habe ihn bei Gewinn seiner Bronzemedaille im Doppe bei den Deutschen Meisterschaften gecoacht. Das verbindet.Deshalb wurde meine Motivation, nach Celle zu gehen auch größer, als er bei TuS 92 zugesagt hatte", so Kleinert, der die Deutsche Vizemeisterschaft 2000 mit der Frauen-Bundeligamannschaft des TuS Bad Driburg als seinen größten Trainer-Erfolg nennt.

Auch die aktuellen Vertragsgespräche mit der Celles Nummer eins, Eusebio Vos, sowie Nils Hohmeier und Rajat Hubli, begleitet Kleinert.

Bei der Zielsetzung für die kommende Saison, in der Celle als aktueller Tabellenschster erneut in der 3. bundesliga Nord antreten wird, tut sich Kleinert schwer. "Das hängt auch von der Kaderzusammenstellung ab", sagt er. "Wir wollen eine gute Rolle spielen. Aber ob wir um die ersten drei Plätze oder im Ligamittelfeld mitspielen, wird man sehen, wenn die Mannschaft feststeht. 

Was sich Kleinert aber auf jeden Fall zur Aufgabe macht: "Unser Ziel muss es sein, Zuschauer zurückzugewinnen, die zuletzt weggeblieben sind. Wir müssen attraktiv für das Publikum sein und etwas tun, damit der Funke überspringt. 

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