CZ: Spitzenspieler verlässt TuS Celle
Tischtennis Drittligist muss Eusebio Vos ersetzen / Saisonabschluß auf Rang sechs
- 21.04.2026
von Lisa Brautmeier
Am Ende blieb es beim sechsten Platz. Tischtennis-Drittligist TuS Celle 92 konnte am letzten Punktspielwochenende keinen Sieg einfahren. Nach einer 2:6-Niederlage gegen TTC GW Bad Hamm am Samstag folgte einen Tag später ein etwas unglückliches 5:5 gegen TTS Borsum. Für einen Spieler war es der letzte Auftritt im Celler Trikot.
Bevor es am Wochenende noch einmal an die Platte ging, wurde in den Räumlichkeiten des Autohauses Volvo Erdmannsky am Freitagabend bereits der offizielle Saisonabschluss mit Sponsoren und Fans gefeiert. Teammanager Jens Rothert-Schnell nutzte die Gelegenheit für einen Ausblick auf die kommende Saison und verkündete, dass Eusebio Vos, Celles Spitzenspieler, sich dem Ligakonkurrenten TTC Lampertheim anschließen wird. Lampertheim beendete die Saison auf Rang zwei.
Zum letzten Heimspiel waren alle Jugendspieler eingeladen, die nach dem Spiel noch die Möglichkeit hatten, mit der Mannschaft ein paar Bälle zu wechseln. Von den Stammspielern fehlten allerdings Rajat Hubli und Deniz Aydin, der fast die gesamte Rückrunde erkrankt passen musste. „Die Situation mit Deniz war vermutlich während der Saison unsere größte Herausforderung“, sagte Kapitän Nils Hohmeier während der Saisonabschlussfeier. Er lobte aber sofort den 16-jährigen Matthis Kassens, der zuletzt immer einsprang: „Matthis ist eher eine Verstärkung als ein Ersatz.“
Kassens musste am Samstag mal wieder doppelt ran. Am Vormittag spielte noch die 2. Mannschaft um den Klassenerhalt in der Oberliga. Dank eines 8:2-Erfolgs gegen TV Hude und Schützenhilfe anderer Teams ließen die Celler den Relegationsplatz noch hinter sich. Am Nachmittag ging es dann gleich mit der ersten Mannschaft weiter. Auf die Frage, wie er diese Belastung wegsteckt, reagierte der 16-Jährige bei der Abschlussfeier gelassen: „Das geht einfach. Ich bin ja noch jung.“ „Im Gegensatz zu wem?“, erwiderte der 28-jährige Hohmeier lachend. Diese Frage ließ Kassens geschickterweise unbeantwortet.
Neben Matthis trat auch Michael Orhan am Samstag für die 1. und 2. Herren an. Im Drittligaspiel gaben beide ihr Bestes, blieben jedoch ohne Erfolg. Die einzigen Celler Punkte gegen Bad Hamm holte Eusebio Vos mit seinen Einzelsiegen gegen Friedrich Kühn von Burgsdorff und Gerrit Engemann. Nach dieser 2:6-Niederlage gab es keine Chance mehr, Platz vier zu erreichen.
Am Sonntag ging es zum TTS Borsum nach Hildesheim, wo Rajat Hubli noch dazustieß und einen wichtigen Punkt beim 3:1 gegen Michal Malachowski holte. „Wir waren sehr froh, dass Rajat es geschafft hat. Er war vorher die ganze Woche krank“, sagte Nils Hohmeier, der bei einer 5:2-Führung der Celler den Sieg hätte klar machen können. In seinem zweiten Einzel führte er im vierten Satz bereits mit 7:2. „Es war ärgerlich, weil ich den Sieg schon auf dem Schläger hatte“, so Hohmeier. Die Partie endete so noch 5:5. Dabei hatten die Celler sogar zwei Zähler geschenkt bekommen, da Borsum Patrick Decker auf der ersten Position aufstellte, obwohl dieser verletzt nicht antreten konnte.
Angesichts der vielen Ausfälle im Laufe der Saison zeigt sich die Mannschaft mit Rang sechs zufrieden. „Das war ein ordentliches Abschneiden. Wir hatten nichts mit dem Abstieg zu tun und haben gute Mannschaften hinter uns gelassen“, bilanzierte Rothert-Schnell, der den Blick längst in die Zukunft richtet. Drei Neuzugänge stehen schon fest. Als Spieler stoßen Frederik Spreckelsen (TSV Schwarzenbek) und Vincent Senkbeil (Oldenburger TB) dazu. Zudem wurde Thorsten Kleinert, ebenfalls vom TSV Schwarzenbek, als Trainer verpflichtet.
TuS Celle 92 – TTC GW Bad Hamm 2:6. Michael Orhan/Matthis Kassens – Friedrich Kühn von Burgsdorff/Ananth Devarajan 1:3 (9:11, 9:11, 11:5, 4:11); Eusebio Vos/Nils Hohmeier – Gerrit Engemann/Chris Andersen 0:3 (7:11, 7:11, 3:11); Vos – Kühn von Burgsdorff 3:0 (11:9, 11:8, 11:6); Hohmeier – Engemann 1:3 (12:10, 7:11, 3:11, 1:11); Orhan – Andersen 1:3 (4:11, 11:8, 4:11, 5:11); Kassens – Devarajan 0:3 (5:11, 9:11, 11:13); Vos – Engemann 3:0 (11:6, 11:8, 11:3); Hohmeier – Kühn von Burgsdorff 0:3 (8:11, 8:11, 3:11).
TTS Borsum – TuS Celle 92 5:5. Maris Miethe/Michal Malachowski – Eusebio Vos/Nils Hohmeier 0:3 (5:11, 5:11, 5:11); Harmut Lohse/Robin Maruschewski – Rajat Hubli/Matthis Kassens 3:0 (11:4, 11:7, 11:9); Patrick Decker – Hohmeier 0:3 (0:11, 0:11, 0:11); Lohse – Vos 0:3 (6:11, 9:11, 12:10, 4:11); Miethe – Kassens 3:0 (11:8, 11:5, 11:5); Malachowski – Hubli 1:3 (8:11, 11:5, 11:13, 8:11); Decker – Vos 0:3 (0:11, 0:11, 0:11); Lohse – Hohmeier 3:2 (10:12, 9:11, 11:9, 11:9, 11:2); Miethe – Hubli 3:0 (11:7, 11:7, 11:9); Malachowski – Kassens 3:0 (11:3, 11:8, 11:9).


















