CZ: "Matthis hatte auf alles eine Antwort"
16-jähriger Kassens glänzt beim knappen Sieg über Salzgitter / Tischtennis Drittligist hofft auf vierten Platz im Saisonfinale
- 14.04.2026
von Heiko Hartung
Pflichtaufgabe erledigt: Die Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 haben in der 3. Bundesliga Nord beim Schlusslicht SV Union Salzgitter mit 6:4 gewonnen und ihren sechsten Tabellenplatz gesichert.
Für die weiterhin erkrankte Nummer zwei der Celler, Deniz Aydin, kam erneut Nachwuchstalent Matthis Kassens zum Einsatz. Mit zwei Erfolgen in den Einzeln hatte der 16-Jährige großen Anteil an dem Auswärtssieg. „Ohne Deniz in unseren Reihen war klar, dass es eng werden würde“, ordnet Teammanager Jens Rothert-Schnell die Partie ein.
Im Vorfeld war Kassens gegen den bosnischen Meister Toni-Ivano Ramljak keine allzu große Chance eingeräumt worden. Doch der Celler Abwehrspezialist besiegte den Union-Spieler mit 3:1 Sätzen. „Das war das beste Spiel, das Matthis für unser Drittligateam gemacht hat. Ramljak probierte viel aus, aber Matthis hatte auf alles eine Antwort. Da waren Super-Ballwechsel dabei“, lobte Rothert-Schnell seinen Schützling. Auch gegen Felix Wilke ließ Kassens beim klaren 3:0 nichts anbrennen. „Gegen Wilke hat Matthis schon einmal gewonnen, aber das soll seine Leistung nicht schmälern“, so der Teammanager.
Bereits eingangs bei den Doppeln war Kassens an der Seite von Routinier Rajat Hubli einem Punktgewinn nahe gewesen. Das Celler Duo musste sich Ramljak und Nils Schulze erst im Entscheidungssatz knapp mit 8:11 geschlagen geben. Das Spitzendoppel des TuS mit Eusebio Vos und Nils Hohmeier gab sich beim 3:0 keine Blöße.
Bei Spitzenspieler Vos lief es auch danach in den Einzeln glatt. Sein Fünfsatzsieg gegen Schulze war klarer, als es das Ergebnis aussagt. Gegen den Ägypter Ahmed Elmahdy holte er ebenfalls einen Matchpunkt für sein Team. „Eusebio hat gegen seinen Ex-Klub ordentlich, aber nicht überragend gespielt. Aber seine Gegner kennen natürlich auch seine Spielweise aus dem Effeff“, erklärt Rothert-Schnell.
Nicht seinen besten Tag erwischte Hohmeier, der beide Einzel verlor. „Nach der glatten Niederlage gegen Elmahdy hat er auch gegen Schulze nicht zu seinem Rhythmus gefunden“, sagt Rothert-Schnell. „Beides waren Gegner, die er schlagen kann.“ Umso wichtiger war deshalb der kämpferisch starke Auftritt Hublis gegen Wilke, der sein Team durch einen 3:1-Erfolg zwischenzeitlich mit 4:2 in Führung gebracht hatte.
Am kommenden Wochenende steht der Saisonschlussspurt für TuS Celle 92 an: Am Samstag (15.30 Uhr, Halle Carstensstraße) steigt zunächst das wegen der geplanten Evakuierung im Rahmen der Bombenentschärfung ausgefallene Nachholspiel gegen den Tabellennachbarn TTC GW Bad Hamm, am Sonntag folgt die Auswärtspartie beim Tabellensiebten Borsum. „Wenn alles perfekt für uns läuft – auch in den anderen Hallen –, können wir noch Vierter werden“, weiß Rothert-Schnell.




















