CZ: Vor brisantem Duell: Celle verpflichtet Spieler von Konkurrenz-Klub
3. Tischtennis-Bundesliga: Schwarzenbeks Nummer eins Frederik Spreckelsen schließt sich TuS Celle 92 an
- 23.01.2026
von Heiko Hartung
Sechs Partien haben die Tischtennis-Männer des TuS Celle 92 in dieser Spielzeit noch vor sich, doch der Blick beim Tabellensechsten der 3. Bundesliga geht schon in die kommende Saison: „Die Personalplanungen sind in vollem Gang“, sagt Jens Rothert-Schnell. Und der Teammanager kann in der ersten Personalie bereits Vollzug vermelden – und das zu einem pikanten Zeitpunkt: Denn mit Frederik Spreckelsen haben die Blaugelben einen Spieler verpflichtet, der derzeit in Diensten des Celler Ligakonkurrenten TSV Schwarzenbek steht. Und genau diesen Gegner empfängt der TuS 92 an diesem Samstag, 24. Januar, 14 Uhr, in der Sporthalle Carstensstraße. In der Partie liegt eine gewisse Brisanz: Celle muss nach drei Niederlagen in Folge punkten, um nicht weiter abzurutschen. Schwarzenbek steht das Wasser im Abstiegskampf bis zum Hals.
„Das ist für keine Seite ein Problem“, sagt Rothert-Schnell. Im Gegenteil: „So haben unsere Fans bereits Gelegenheit, sich unseren künftigen Spieler in Aktion anzuschauen.“ Spreckelsen ist ein Urgestein des TSV Schwarzenbek, spielt seit 20 Jahren dort. Die Nummer eins des Tabellenletzten trägt das Trikot der Schleswig-Holsteiner gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Moritz. In diesem Jahr läuft es nicht so gut für seinen Klub: Schwarzenbek steht mit nur einem Sieg auf dem letzten Platz. „Wir werden den Abstieg kaum verhindern können“, sagt Spreckelsen, den alle nur „Freddy“ nennen.
Doch weil der 29-Jährige voll im Saft steht und ambitioniert ist, will er weiter in der 3. Liga spielen. „Deshalb habe ich mich nach einem neuen Verein umgesehen“, sagt Spreckelsen. Und dabei ist der rechtshändige Angriffsspieler auf Celle gekommen. „Zwischen den Mannschaften besteht ein freundschaftliches Verhältnis, wir haben auch schon gemeinsame Trainingslager bestritten“, berichtet der dreifache Norddeutsche Einzel-Meister. Entscheidend war auch die räumliche Nähe zu Celle: Spreckelsen lebt in Hamburg, wird aber auch zum Training regelmäßig in die Herzogstadt kommen.
Rothert-Schnell freut sich über den Neuzugang, der bei TuS 92 wahrscheinlich im unteren Paarkreuz zum Einsatz kommen wird: „Freddy ist ein guter Typ und verstärkt unseren Kader in der Breite enorm.“ Der Teammanager erwartet durch starke Aufsteiger aus der Regionalliga in der kommenden Saison ein steigendes Niveau in der 3. Liga. „Wir müssen etwas tun, sonst könnte es eng werden mit dem Klassenerhalt“, glaubt er. Ob Spreckelsen als zusätzlicher fünfter Stammspieler kommt oder ein aktueller Akteur die Celler verlassen wird, kann Rothert-Schnell noch nicht sagen: „Bislang bleibt die Kernmannschaft beisammen, aber wir stecken bei den Planungen erst am Anfang.“
Dass Frederik Spreckelsen das Zeug hat, eine echte Bereicherung für TuS 92 zu werden, zeigt ein Blick auf das Hinspiel. Da schlug er Celles Spitzenspieler Eusebio Vos mit 3:2 Sätzen.





















