CZ: Deniz Aydin verlängert – und fehlt gegen die Füchse
Bei Tischtennis-Drittligist TuS Celle 92 fallen im Duell mit Berliner Gästen zwei Stammspieler aus / Talent Matthis Kassens rückt ins Rampenlicht
- 21.02.2026
von Heiko Hartung
„Das wird keine leichte Nummer“, sagt Jens Rothert-Schnell, und beim Teammanager des Tischtennis-Drittligisten TuS Celle 92 schwingt vor dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin am Sonntag (13 Uhr, Sporthalle Carstensstraße) echte Sorge mit. Denn die Hälfte der vierköpfigen Stammbesetzung fällt aus. Celles Nummer zwei, Deniz Aydin, meldete sich aus seiner Heimat Berlin vom Krankenlager aus bei der CZ: „Mich hat die Grippe erwischt, ich liege mit Fieber im Bett“, berichtet der 39-Jährige mit brüchiger Stimme. Weil die Nummer vier, Rajat Hubli, derzeit in Indien weilt, müssen die Celler auf Ersatz aus der Oberliga-Mannschaft zurückgreifen. „Mit zwei Ersatzleuten könnte es knapp werden“, schätzt Rothert-Schnell realistisch ein.
Für Hubli kommt das Nachwuchstalent Matthis Kassens ins Team des Ligafünften. Der 16-jährige Defensivspezialist hatte bereits zwei ansehnliche Einsätze in der 3. Bundesliga. „Vielleicht gelingt ihm gegen die Füchse der erste Sieg“, glaubt Rothert-Schnell an seinen Schützling. Beim TuS 92 plant man mittelfristig ohnehin damit, den Schüler fest in die erste Mannschaft zu integrieren. Als zweiter Ersatzmann kommen Michael Orhan oder Lukas Brinkop aus der Reserve infrage, um gemeinsam mit Spitzenspieler Eusebio Vos und Nils Hohmeier gegen den Tabellensiebten anzutreten.
Im Vorfeld der Partie gibt es aber auch eine gute Nachricht: Deniz Aydin bleibt dem TuS 92 auch in der kommenden Saison erhalten. „Ich habe verlängert“, bestätigt der Mann mit dem roten Stirnband als Markenzeichen. „Ich hatte mehrere Angebote – auch direkt vor meiner Haustür in Berlin. Aber ich fühle mich wohl in Celle, es macht mir Spaß. Deshalb ist mir die Entscheidung leicht gefallen“, sagt Aydin.
Die Füchse reisen aus Salzgitter an, wo sie bereits am Samstag auf den Vorletzten SV Union treffen und die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen wollen. „Wenn sie erfolgreich sind und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, wird die Atmosphäre wahrscheinlich deutlich weniger hitzig als im Hinspiel“, ist sich Rothert-Schnell sicher. In Berlin gewann Celle nach hartem Kampf und knappen Entscheidungen mit 6:4.
Erneut geht es aber auch ums Prestige: Die ehemalige Celler Nummer eins, Lennart Wehking, schlägt seit dieser Saison für die Füchse auf und wird gegen seinen Ex-Klub erneut hoch motiviert sein. „Persönlich freue ich mich sehr, Lennart wiederzutreffen“, sagt Celles Hohmeier. „Gegen die Füchse haben wir ein echt heißes und enges Match erlebt. Das erwarten wir auch wieder.“





















