Rückblick auf die Saison 2019/20 – Herren

12.04.2020

Corona-Virus überschattet alles
Am 13. 03.2020 beschloss das Präsidium des DTTB, den Spielbetrieb wegen der Ausbreitung des Virus zunächst bis einschl. 17. April auszusetzen. Die Landesverbände schlossen sich an und auch sie unterbrachen den Spielbetrieb. Das galt nun für die 1. Bundesliga, genauso wie für die unterste Kreisklasse sowohl für den Individual-, als auch den Mannschaftsspielbetrieb und auch Turniere und Schulwettbewerbe.

Ab Montag, dem 16.03. waren in Niedersachsen auch alle Schulen und Kindergärten geschlossen, ebenfalls alle Sporthallen des Landkreises und der Stadt Celle – damit war auch der Trainingsbetrieb und die Jugendarbeit eingestellt.

Am 01. April 2020 (kein Aprilscherz) wurde dann ein Beschluss des DTTB veröffentlicht: „Die Spielzeit 2019/2020 ist für den Mannschaftsspielbetrieb in ganz Deutschland von der untersten Kreisklasse bis zur Bundesliga inkl. Pokal- und Relegationsspielen mit sofortiger Wirkung beendet.

Der TTVN ergänzte am gleichen Tag:
Die Spielzeit 2019/2020 wird mit Wirkung vom 13.03.2020 für beendet erklärt. Es werden weder noch ausstehende Mannschaftskämpfe noch Relegationsrunden dieser Spielzeit zur Austragung kommen.

  • Die aktuelle Tabelle (Stand: 13.03.2020) wird zur Abschlusstabelle erklärt. Anhand dieser Tabelle werden Auf- und Abstieg geregelt.
  • Da es keine Relegationen geben kann, werden alle potentiellen Relegationsteilnehmer zu Siegern der Relegation erklärt. Das bedeutet, dass alle Tabellenzweiten die höhere Spielklasse angeboten bekommen und alle Tabellenachten in ihrer bisherigen Gruppe bleiben können.
  • Im Rahmen der Vereinsmeldung kann dann jeder Verein entscheiden, ob er die angebotenen Spielklassen in Anspruch nehmen möchte.
  • Die Fristen für die Vereins- und Mannschaftsmeldung bleiben unverändert, ebenso die Wechselfrist.

Für TuS Celle hatte dies unmittelbare Bedeutung nur für die 2. Mannschaft. Dazu aber später mehr.

Plastikbälle ab 1. Juli 2019 in allen Spielklassen Pflicht
Nun ist es endgültig so weit: Mit Beginn der Spielzeit 2019/2020) dürfen in allen Spielklassen gemäß WO A 11 innerhalb Deutschlands nur noch zelluloidfreie Bälle eingesetzt werden. Dies betrifft jede Art von Einzel- oder Mannschaftsspielbetrieb. Angenommen wurde auch ein Antrag des ITTF-Materialkomitees: Nach den olympischen Spielen, die ja nun auf 2021 verschoben sind,  werden auch andere Belagfarben zugelassen. Ein Belag muss weiter schwarz sein, der andere soll „von einer hellen Farbe“ und klar von schwarz sowie von der Ballfarbe unterscheidbar sein.

2. Bundesliga
Man sagt, das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das bestätigte sich, nicht nur für die sportliche Seite, sondern auch die finanzielle. Zumindest Tobias Hippler war dem Lockruf des Geldes nicht gefolgt, er, Arne Hölter, Jannik Xu und Cheftrainer Frank Schönemeier blieben uns erhalten. So galt es den Abgang von drei starken Spielern zu verkraften. Teammanager Dieter Lorenz war gefordert und es gelang ihm, zwei interessante Neuzugänge zu verpflichten. Zum einen für das obere Paarkreuz den 20-jährigen Andrei Putuntika vom Drittligisten TTC Lampertheim und als Zweiten den Tschechen Jiri Martinko als Nr. drei.

Von links:

Trainer  Frank Schönemeier

Jiri Martinko

Jannik Xu

Arne Hölter

Andrei Putuntika

Tobias Hippler

Bundespokal für TuS I als Auftakt und Test
Ligakonkurrent TTC OE Bad Homburg, sowie die beiden Drittligisten TTC Champions Düsseldorf und den SV Union Velbert hatte das Los für TuS gezogen. Nur der Erste dieser Vorrunde würde in die nächste Runde einziehen. Die Homburger galten in der 2. Liga als klarer Favorit und Aufstiegsaspirant und sollten der Auftaktgegner sein. „Eigentlich haben wir keine Chance“ hatte Trainer Schönemeier vor der Begegnung gesagt. Aber der Druck war für die Homburger wohl zu groß, zumal die Celler eine ganz starke Vorstellung boten und sich „in einen Rausch“ spielten. 3:1 lautete das Ergebnis. Gegen die mit Ex-Bundesligaspielern gespickte Truppe aus Düsseldorf hatten die Celler zwar mit einigen Problemen zu kämpfen, konnten dann aber doch einen 3:1-Sieg einfahren. Ein ungefährdeter 3:0-Sieg gegen Velbert sicherte TuS die nächste Runde, in dem der TV 1879 Hilpoltstein der Gegner war.

Für schwache Nerven war das nichts! Drei Stunden dauerte der Kampf, 0:1 und 1:2 zurückgelegen, um dann doch im Entscheidungsdoppel 3:2 zu siegen. Das Ticket fürs Viertelfinale war gelöst. Erwähnenswert, dass eine Woche später die 500 km Fahrt erneut zurücklegen musste, zum regulären Punktspiel in Hilpoltstein. Nun wieder mit vier Akteuren, im Gegensatz zum Pokal mit drei Spielern. Mindestens ein Unentschieden war die Zielvorgabe, aber über ein 4:6 kamen die Celler nicht hinaus.

Im Pokal-Viertelfinale ging es in der Altstädter Schule vor voller Hütte gegen den Erstligisten ASV Grünwettersbach. Hier bekamen die TuS-ler den Unterschied zur 1. Liga zu spüren. Der Gast bestätigte seine Favoritenrolle eindrucksvoll und gewann erwartungsgemäß mit 3:0. Einzig Andrei Putuntika gelang ein Satzgewinn. Eine tolle Erfahrung war es aber auf jeden Fall.

Und in der Liga? Gut oder auch nicht, je nach Betrachtungsweise!
Ziel für die Mannschaft war sicher der Klassenerhalt. Je nach Tagesform und Aufstellung der Gegner konnte es positive Überraschungen geben, aber auch ungeplante Niederlagen. Bei einer sehr ausgeglichenen Staffel wurde ein breites Mittelfeld von Platz 2 bis 10 erwartet. Zum Saisonstart gegen Bad Hamm gab es erst mal eine kalte Dusche, mit einem 1:6 mussten die Jungs die Heimreise antreten. Gut fürs Selbstvertrauen war dann aber der 6:4 Sieg im nächsten Spiel gegen den Aufsteiger und späteren Tabellenletzten TV Leiselheim. Dann folgen allerdings nur noch ein Sieg und zwei Unentschieden. Mit 6: 12 Punkten endete die Hinrunde auf dem 8. Tabellenplatz. Die Rückrunde würde zwangsläufig ein Abstiegskampf werden!
Ein Anfangsproblem war das Tobi Hippler seine Form gar nicht fand, Andrei Putuntika (rechts) zunächst Anpassungsprobleme an die 2. Liga überwinden musste und es für Trainer Schönemeier eine Herausforderung war, die richtigen Doppelpaarungen zu finden. Erst Andrei mit Jiri als Partner entwickelten sich zu einem fast sicheren Punktegaranten mit einem ganz starken 9:2 bei Saisonschluss.
Der Start in die Rückrunde verlief verheißungsvoll: Zwei Siege gegen Leiselheim und Passau, ein Unentschieden gegen Bad Homburg und lediglich eine Niederlage gegen Bad Hamm. Aber die anderen Mannschaften hatten ja auch gespielt und gepunktet. Als Corona die restlichen Spiele ausbremste, stand man mit einem Punkt Vorsprung vor Köln auf dem 8. Rang. Das wäre der Klassenerhalt!

Die TuS-Farben wurden bei den Landesmeisterschaften von Tobias Hippler (links) und Jannik Xu vertreten. Beide im Favoritenkreis gehandelt, bestätigten diese Vorschusslorbeeren und standen sich letztlich im Endspiel gegenüber. In vier Sätzen, wobei Durchgang zwei und drei erst in der Verlängerung entschieden wurden, behauptete sich Tobias und beide lösten damit auch die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft.
Dort lief es für beide im Einzelwettbewerb nicht gut, sie mussten schon im ersten Match ihren Gegnern gratulieren. Tobi konnte dann aber doppelt jubeln. Im Mixed feierte er mit Partnerin Franziska Schreiner den 3. Platz und ebenso mit Partner Gianluca Walther im Doppel.
Für Tobias stand dann noch die U21 Europameisterschaft auf dem Programm. Sowohl im Doppel als auch im Mixed kam das Aus im Viertelfinale. Im Mixed fehlte nur eine Winzigkeit zu mehr, wieder mit Partnerin Schreiner mussten sie sich erst im Entscheidungssatz mit 8:11 geschlagen geben.

Noch einen drauf setzte Andrei Putuntika (links), er errang bei dieser U21-Europameisterschaft im Einzel Bronce und mit TuS-Partner Jiri Martinko (rechts) gelang der überragende 2. Platz!

Alles Gute hat auch ein Ende
Tobias Hippler hätte gern weiter für TuS Celle aufgeschlagen. Zum Erhalt seines B-Kader-Status und der damit verbundenen Förderung durch den DTTB brauchte er aber die Sicherheit, auch nächste Saison weiter mindestens 2. Liga spielen zu können. Diese Garantie konnte ihm Teammanager Lorenz zu diesem Zeitpunkt aufgrund der ausstehenden Spiele aber nicht geben. Unübersichtlich war zudem auch die finanzielle Situation zur Folgesaison.

Tobi begann in der Saison 2014/15 bei TuS in der Regionalliga und er war ein wesentlicher Baustein für die sportlichen Aufstiege in die 3. und dann in die 2. Bundesliga. Ohne ihn als Ankerpunkt wurde die bittere Entscheidung getroffen, auf einen weiteren Start in der 2. Bundesliga zu verzichten (Meldeschluss war der 15.03.).

Und auch für Andrei Putuntika und Jiri Martinko ist die 2. Liga das Ziel, sie verlassen uns nach einem Jahr. Schade natürlich auch, dass Trainer Frank Schönemeier nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Er hat die Mannschaften seit 2012/13, also 8 Jahre gecoacht und ist verantwortlich für die tolle Weiterentwicklung der „jungen Wilden“. Danke an alle, die uns viel Freude bereitet haben und alles Gute!

Nun soll ein Neustart mit einer jungen Mannschaft aus Niedersachsen in der Regionalliga gewagt werden. Damit geht die beste und größte Zeit der bisherigen Geschichte für die Tischtennisabteilung von TuS Celle zu Ende. Für den Celler Sport war die Zeit der 3. und 2. Bundesliga eine besondere, die wahrscheinlich nicht wiederkommen wird. Wehmut schwingt mit, aber alle die dabei waren, werden sicher gern an die erlebnisreichen Jahre zurückdenken.

Mannschaften 2 bis 7
Inzwischen ist ja fast schon zur Normalität geworden, dass zu Punktspielen die Mannschaften häufiger nicht mit den offiziell gemeldeten Spielern auflaufen, sondern mit Spielern, die formell tieferen Mannschaften angehören, sog. „Ersatzspielern“. So auch bei unseren Mannschaften 2, 3, 4 und 6, wie man aus der Liste der nachfolgenden Bilanzen ersehen kann (siehe am Ende dieser Saison). Besonders erwähnenswerte oder hervorzuhebende Dinge gibt es für diese Saison nicht, weder Auf- noch Abstiege.

Und so schnitten sie ab:

2. Mannschaft – Bezirksoberliga – 11:15 Punkte, Platz 8: Ohne das dreimalige Mitwirken von Jannik Xu wäre es dieses Jahr wohl endgültig „in die Hose“ gegangen, zumal Peters gar nicht und Rothert-Schnell nur 1 x aufliefen. So musste man froh sein, dass die Dritte half und der Relegationsplatz erreicht wurde. Erst recht Glück, weil durch die „Corona-Regel“ die Relegation entfällt und die Klasse erhalten bleibt.

3. Mannschaft – Bezirksklasse – 19:11 Punkte, Platz 4: Letzte Saison noch Bezirksliga, dazu verstärkt mit Neuzugang Gregor Kasprick durfte dieser Platz in der oberen Hälfte wohl auch erwartet werden. Beachtlich der Schüler „Freddy“ Endler, der bei 5 Einsätzen eine 5:0-Bilanz lieferte!

4. Mannschaft – Kreisliga – 17:11 Punkte, Platz 4:
Für mich ist diese neu formierte Mannschaft die positive Überraschung der Saison.

Von links:

Jonas Uekermann
Stefan Schinköthe
Stefan Lorenz
Artur Reimchen
Marius Max
Patrick Salomon

5. Mannschaft – 1. Kreisklasse – 7:13 Punkte, Platz 8: Der vorletzte Rang enttäuscht die Jungs natürlich. Allerdings war die Staffel mit nicht wenigen starken Spielern bestückt.

6. Mannschaft – 3. Kreisklasse – 11:17 Punkte, Platz 6: Eine ordentliche Saison. Besonders positiv fallen die Ergebnisse von Eric Michael, David Schneider und Wassem Alahmad auf (Bilanzen am Ende).

7. Mannschaft – 5. Kreisklasse – 13:9 Punkte, Platz 2: Unsere personell stabilste Mannschaft überzeugte auch diese Saison. Nach Platz 3 des letzten Jahres nun Rang 2.

Vereinsmeisterschaft
Auch Jiri Martinko und Arne Hölter aus der 1. Mannschaft geben sich die Ehre, so dass bei 19 Teilnehmern alle Mannschaften vertreten waren. Gespielt wurde wie die letzten Jahre mit Vorgaben auf Grundlage der QTTR-Werte. Trotzdem wurde Jiri seiner Favoritenrolle gerecht, er besiegte im Endspiel den Überraschungszweiten Claus Bormann. Den 3. Rang teilten sich friedlich Elias Thieliant und Arne Hölter.

Die Trostrunde beherrschte Christoph Schipper vor Lukas Felgentreu und den beiden dritten Frank Schönemeier und Matthias Bengsch.

Als beste Doppelspieler konnten sich Claus Bormann und Elias Thieliant verewigen.

Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Hier geht es zum ausführlichen Bericht über die Jugend von Jugendwart Marius Max.

Wilhelm feiert den 80. Geburtstag und spendet erneut
Am 24.09.2019 konnte Wilhelm auf 80 Lebensjahre zurückblicken. Vereinsmitglied dem seit 01.01.1949, 45 Jahre Abteilungsleiter, 30 Jahre in der 1. Herrenmannschaft und nun noch immer in der Bezirksklasse aktiv – was für eine Geschichte.

Im Namen des Gesamtvereins überreichte ihm Abteilungsleiter Carsten Gröticke anlässlich des Heimspiels der 1. Mannschaft gegen den TTC Bad Homburg die goldenen Vereinsehrennadel mit 3 Brillanten. Wer Wilhelm kennt, den wundert es nicht, dass er sich postwendend revanchierte. Wie schon 2009 und 2014 hatte er die Gäste seiner Geburtstagsfeier statt Geschenke um Spenden für die TuS-Jugendarbeit gebeten. Der Scheck über 1800 € zeigt auf ganz besondere Weise Verbundenheit des ewig jungen Wilhelm zu „seinem“ Verein.

Zahlen können sprechen
– Die Tischtennisabteilung des TuS Celle 95 hat zurzeit knapp 115 Mitglieder, damit sind wir zahlenmäßig nach den Turnern die zweitgrößte Abteilung des Vereins. Wir stellen auch über 8% der Gesamtmitglieder aller TT-Abteilungen des Kreises Celle (Erhebung KSB 2019 = 1.372).

– Von den Erwachsenen sind rd. 65 aktive und knapp 20 passive Mitglieder. 42 von den erwachsenen Aktiven bestritten Wettkämpfe, der Rest gehört der Hobbygruppe an oder trainiert nur.

– Der Altersdurchschnitt der aktive am Punktspielbetrieb teilnehmenden Erwachsenen beträgt bereits rd. 45,5 Jahre!!!

– TuS stellte in der Saison 20019/20 sieben Erwachsenenmannschaften, übertroffen wurden wir lt. Statistik des KTTV nur von Eicklingen mit 7 Herren- und 2 Damenmannschaften.

– Der Jugendabteilung gehören aktuell rd. 35 aktive Kinder und Jugendliche an. Damit gehören wir zu den Vereinen mit der stärksten Jugendarbeit.

– Seit 10 Jahren reduziert sich die Zahl der TT-Abteilungen/-Vereine in Deutschland jedes Jahr um rd. 100, aktuell sind es noch 9874. Die Mitgliederzahlen sanken im gleichen Zeitraum um über 60.000, das ist ein Minus von rd. 10 %.

 

Text: Herbert Gade

Aktuelles & Termine

Tischtennis-Trainingsbetrieb ab 03.06. wieder Möglich. Landkreis Celle erlaubt Sporthallennutzung unter Auflagen. Anmeldung zum Training bitte wie in der Rundmail beschrieben.

TuS I wird jünger: Laurin Struß startet durch
Bericht der CZ

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