Regionalliga: Jannik Xu die fünfte Saison bei TuS Celle (Bericht CZ)

19.08.2022

CELLE. Vor vier Jahren wollte er. zurück Richtung Heimat. Da traf es sich gut, dass der in Großburgwedel aufgewachsene Jannik Xu bereits früh Kontakt zu Dieter Lorenz, dem früheren Teammanager des Tischtennisteams von TuS Celle 92, hatte. So kam der Wechsel schnell zustande. Heute ist Xu aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Mit dem Regionalligisten peilt der 22-Jährige in der kommenden Saison den Aufstieg an.

Beim TTK Großburgwedel fing Xu mit sechs Jahren mit Tischtennis an. Über die Stationen TTC Viktoria Thönse, SV Bolzum und TIC Seligenstadt kam er nach Celle. Die Leidenschaft zum Sport wurde ihm von seiner Mutter weitergegeben. LiMing. Xu spielte professionell Tischtennis und übernahm das Training ihres Sohnes. Von der eigenen Mutter trainiert zu werden, sieht der 22-Jährige als Vorteil. „Natürlich ist die Beziehung eine andere als bei einem neutralen Trainer, aber sportlich ist mir das Training mit ihr entgegengekommen”, so Xu.

Ab und zu greift er auch zum Golfschläger und früher hat er Fußball gespielt. Aber im Tischtennis stellten sich schnell Erfolge ein und so legte er den Fokus immer mehr auf diesen Sport. „Die Erfolge haben mich zusätzlich motiviert. Zudem gefällt mir am Tischtennis, dass man selbst einen größeren Einfluss auf die Leistung und Ergebnisse hat als im Mannschaftssport“, sagt Xu.

Wie gut er ist, Kat sich schon früh. gezeigt. So wurde er bei den Schülern 2015 Deutscher Meister im Einzel und im Doppel. Im selben Jahr wurde er zudem Vizeeuropameister bei den Schülern im Einzel. Die Spiele bei der EM gehören zu den Highlights seiner Laufbahn. Genauso wie seine Auftritte bei der Schul-Weltmeisterschaft 2016. Sein Team holte sich etwas überraschend den Titel. Überraschend deshalb, weil sonst immer China die Weltmeister-Mannschaft stellte. „Das war etwas ganz Besonderes”, sagt Xu.

Er weiß, wie angesehen der Sport in China ist. Da seine Mutter aus dem Land kommt, ist er schon öfter dort zu Besuch gewesen und hat zum Spaß auch zum Schläger gegriffen. „Der Sport wird in dem Land ganz anders betrachtet. Das ist teilweise eine andere Atmosphäre, die da bei Spielen herrscht“, sagt Xu, der früher als Jugendnationalspieler auch viel durch Europa gereist ist. Dann war er zum Italien, Spanien und Frankreich unterwegs. „Wir waren meist zu viert oder fünft und es war schön, zu wissen, dass man zu dem Zeitpunkt zu den Besten in Deutschland gehörte“, sagt Xu. Er hat aber auch den Druck gespürt, diese Position halten und sichi immer wieder neu für Turniere qualifizieren zu müssen.

Grundsätzlich ist Xu aber jemand, der gut mit Druck umgehen kann und diesen sogar braucht, um das Bestmögliche aus sich herauszuholen. Dieser Druck hat ihm in der Rückrunde. der vergangenen Saison sogar etwas gefehlt. Der Klassenerhalt stand früh fest, allerdings auch, dass es für den Schritt nach oben nicht: reichen würde. „Da hat dann die nötige Motivation gefehlt“, gibt Xu zu, der aber zur neuen Saison mit dem Team den Aufstieg anpeilt. Mit seiner offensiven, ‚ eher vorhandorientierten Spielweise ‚soll er die dafür nötigen Punkte holen.

Vergangene Saison hatte Xu noch im oberen Paarkreuz gespielt. Durch Neuzugang Rajat Hubli wird Xu in ‚dieser Spielzeit eher im mittleren Paarkreuz antreten. Da spielt das Thema Druck wieder eine Rolle, denn von ihm wird erwartet, dass er dort möglichst keine Punkte abschenkt. Diesen Anspruch hat er auch an sich selbst. Viel Zeit zum Training bleibt ihm allerdings nicht. Sein duales Studium fordert Zeit und Konzentration. Er studiert Sportökonomie und schreibt gerade an seiner Bachelorarbeit. Im Rahmen des Studiums arbeitet er “ in einem Fitnessstudio als Personaltrainer. In der Zukunft kann er sich einen Job bei einem größeren Verein oder Verband vorstellen. Er denkt aber auch noch über ein weiteres Studium Richtung Informatik nach. Wo es ihn beruflich hinziehen wird, ist noch nicht ganz klar. Klarer sind die Ziele im Tischtennis. Xu ist bereit, mit dem Team oben anzugreifen: „Ich möchte  dazu beitragen, unser Ziel, den Aufstieg, zu erreichen.

Text: CZ 19.08.2022.Lisa Brautmeier
Foto: Herbert Gade

 

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